Freizeit in Eisenach - ein Abend, der anders ist

Wenn Kino, Kneipe und Couch nicht mehr reichen

Irgendwann kennt man die Abende in Eisenach auswendig. Das eine Lokal, die eine Serie, die immer gleiche Runde. Nicht schlecht - aber auch nicht das, worauf man sich den ganzen Tag freut. Wenn Sie das kennen, sind Sie hier richtig. Denn es gibt in Eisenach einen Abend, der sich anders anfühlt.

Eisenach und der Wartburgkreis - mehr als Wartburg, Luther und Bach

Eisenach ist weithin bekannt: für die Wartburg hoch über der Stadt, auf der Martin Luther das Neue Testament ins Deutsche übersetzte, und als Geburtsstadt Johann Sebastian Bachs. Seit 2021 gehört die Stadt wieder zum Wartburgkreis, der sich vom Nationalpark Hainich mit seinen alten Buchenwäldern bis zum Rennsteig im Thüringer Wald spannt, mit Bad Salzungen als Kreisstadt. Eine Gegend, die vor Geschichte und Geschichten geradezu überläuft.

Und mitten in dieser Gegend gibt es etwas, das in keinem Reiseführer steht und das viele überrascht: einen Kreis von Männern, der weder Sportverein noch Stammtisch ist, sondern etwas ganz Eigenes - die Schlaraffia. Nüchtern betrachtet ein eingetragener Kulturverein, gefühlt das Gegenteil dessen, was man mit „Verein" sonst verbindet: kein Punktspielbetrieb, keine zähe Jahreshauptversammlung, kein Vorstand, der zum Standdienst einteilt, sondern ein Abend, an dem Wortwitz, Musik und echte Gespräche regieren. Ein humorvoller Männerbund, in dem der Handwerker neben dem Studienrat sitzt und nach einer Stunde keiner mehr fragt, wer was „im richtigen Leben" tut.

Zweimal im Monat im Augustiner-Bräu

In der Georgenstraße, ein paar Schritte vom Markt, liegt das Augustiner-Bräu. An jedem zweiten und vierten Montag treffen sich dort ab halb acht Menschen, die miteinander spielen - nicht Karten, nicht Kegel, sondern etwas, das sich schlecht in einem Satz erklären und leicht an einem Abend erleben lässt. Angefangen haben wir im Gewölbekeller des Hauses, stilecht mit altem Mauerwerk und gedämpftem Licht; weil das Feldlager seit dem Neubeginn schneller gewachsen ist als erwartet, sind wir inzwischen in den großen Saal ausgewichen. Wer den Keller kennt, trauert ihm ein wenig nach - wer zum ersten Mal kommt, merkt nach einer halben Stunde, dass die Stimmung nie am Gewölbe hing.

Musik gehört dazu - mit eigenem Blasorchester

Dass gerade in der Bachstadt die Musik zu Hause ist, versteht sich fast von selbst: Wir haben ein eigenes kleines Blasorchester. Das ist kein Zierrat für Festtage, sondern spielt regelmäßig, und wer ein Instrument mitbringt, findet hier ziemlich schnell Anschluss. Dazwischen trägt mal jemand ein Gedicht vor, mal fällt eine Pointe, über die drei Wochen später noch geredet wird, und immer bleibt viel Raum für Gespräche - die Sorte, an die man sich am nächsten Tag noch erinnert. Kein Handy auf dem Tisch, kein Terminkalender, keine Frage nach dem Beruf: zwei Stunden lang gilt eine andere Ordnung als draußen.

Wer in Eisenach und im Wartburgkreis eine Freizeit sucht, die abends nicht müde, sondern reicher macht, ist bei uns richtig. Ein Gastbesuch kostet nichts und verpflichtet zu nichts; sagen Sie vorher kurz Bescheid, dann halten wir einen Platz frei - und die realistische Gefahr ist, dass Sie hinterher sagen: „So einen Abend hatte ich lange nicht mehr."

🦉 Wir sind das Feldlager Ysen-Aha, Nummer 9005 im weltweiten Bund der Schlaraffia, eingetragen als Kulturverein Schlaraffia Eisenach e. V. Über allem steht der Wahlspruch aller Schlaraffen: In arte voluptas - in der Kunst liegt das Vergnügen.

Ein Abend, an dem der Alltag draußen bleibt

Stellen Sie sich einen Kreis von Männern vor, die sich regelmäßig treffen - nicht um zu reden, wer welchen Wagen fährt, sondern um gemeinsam zu lachen, zuzuhören und ein paar Stunden lang den Ernst des Lebens abzulegen. Kein Handy auf dem Tisch, kein Termindruck, kein Konkurrenzdenken. Stattdessen: ein Gedicht, ein Lied, eine kluge Pointe, ein gutes Gespräch.

Was hier zählt, ist nicht der Beruf und nicht der Kontostand. Ein Handwerker sitzt neben einem Arzt, ein Lehrer neben einem Unternehmer - und nach einer Stunde merkt niemand mehr, wer was „im richtigen Leben" macht. Genau das macht diese Abende so wohltuend anders.

Warum das gerade heute guttut

Vieles in unserer Freizeit ist inzwischen still, allein und vor einem Bildschirm. Man konsumiert, statt teilzunehmen. Ein Abend in echter Gesellschaft - mit Menschen, die einem zuhören und die man wiedersieht - ist dagegen fast ein Luxus geworden. Es ist die Art von Freizeit, die abends nicht müde, sondern reicher macht.

Und das Schöne: Man muss nichts können und nichts mitbringen. Wer mag, trägt selbst etwas bei - wer lieber zuhört, hört zu. Beides ist willkommen.

Was Sie an einem solchen Abend erwartet

Man kommt an, wird herzlich begrüßt und muss sich um nichts kümmern. Der Abend hat einen lockeren roten Faden: mal trägt jemand ein Gedicht vor, mal erklingt Musik, mal wird herzhaft über eine gute Pointe gelacht. Dazwischen bleibt viel Raum für Gespräche - die Art von Gesprächen, die man am nächsten Tag noch im Kopf hat. Niemand drängt, niemand prüft, niemand will Ihnen etwas verkaufen.

Als Gast sind Sie eingeladen, einfach dabei zu sein. Viele beschreiben es hinterher mit demselben Satz: „So einen Abend hatte ich lange nicht mehr." Und genau darum geht es - um Stunden, die aus der Reihe fallen, im besten Sinne.

🦉 Und wie heißt das Ganze? Dieser Abend hat einen Namen: Schlaraffia - ein weltweiter Bund von Männern, die Humor, Kunst und Freundschaft pflegen. In Eisenach gibt es dafür einen eigenen Kreis, der sich regelmäßig trifft.

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