Im Windmond 1923 veröffentlichte die Allmutter Praga, wer in Eisenach ein Schlaraffenreych gründen wollte — vier fahrende Ritter aus vier anderen Reychen und fünfzehn Eisenacher, mit Beruf und Lebensalter. Es ist die älteste Namensliste der Ysenaha.
Der Wortlaut der Verlautbarung
„Die hohe Athenae Jenenses hat die Meldung erstattet, daß ihr fahrender Ritter Archibald der Löwe vereint mit den fahrenden Rittern Quassel der Ellenlange des hohen Reyches Carolsuhu, Herzenszug der Treuling des hohen Reyches Lipsia, Sympath der Goldsack des hohen Reyches Babenbergia die Gründung einer Colonie Allschlaraffias in Eisenach beabsichtigen. Unter Hinweis auf § 7 al. f des Spiegels erfolgt hiemit die Verlautbarung der Stammrolle der präsumptiven Erzschlaraffen dieser Neugründung …“
Die vier Gründungsritter
| Rittername | Mutterreych | Profaner Name und Beruf |
|---|---|---|
| Rt Archibald der Löwe | Athenae Jenenses (127) | Zollrat Rudolf Greiner |
| Rt Quassel der Ellenlange | Carolsuhu (49), Karlsruhe | Kaufmann Albert Niemeyer |
| Rt Herzenszug der Treuling | Lipsia (3) | Theaterdirektor Ernst Theiling |
| Rt Sympath der Goldsack | Babenbergia (208) | Reichsbankdirektor Otto Falck |
Die fünfzehn präsumptiven Erzschlaraffen
Sie waren zu diesem Zeitpunkt noch profan — Schlaraffen wurden sie erst mit der Gründung. Das Lebensalter steht so in der Verlautbarung.
| Name | Beruf | Alter |
|---|---|---|
| Lotz, Willy | Oberzollinspektor | 39 |
| Nebe, Hermann | Redakteur | 45 |
| Freyer, Johannes | Reichsbankinspektor | 36 |
| Werner, Emil | Holzgroßhändler | 43 |
| Rinkens, Wilhelm | Musikprofessor | 45 |
| Pache, Heinrich | Eisenbahnwerkstattvorsteher | 38 |
| Bornemann, Walter | Reichsbankkassier | 40 |
| Köcher, Rudolf | Studienrat am Gymnasium | 36 |
| Hardt, Alfred | Obersteuerinspektor | 40 |
| Steinkamp, Erich | Kaufmann | 43 |
| Roethlein, Albert | Studienrat am Realgymnasium | 39 |
| Steiner, Karl | Architekt | 37 |
| Draewing, Peter Paul | Kunstmaler | 48 |
| Bley, Rudolf | Musikalienhändler | 32 |
| Förstermann, Franz | Kaufmann | 37 |
Fünf Männer, die beide Listen tragen
Hält man diese Namen gegen die letzte Stammrolle von 1937, so finden sich fünf, die vom ersten bis zum letzten Tag dabei waren — vierzehn Jahre lang:
| 1923 profan | 1937 als Ritter | Ambt 1937 |
|---|---|---|
| Steiner, Karl | Rt Barock der Ofensteiner | Oberschlaraffe des Äußeren |
| Bley, Rudolf | Rt Graf Steno der Notenschreck | Marschall, Erzschlaraffe |
| Förstermann, Franz | Rt Vulkan der Heizspohn | Ceremonienmeister, Erzschlaraffe |
| Köcher, Rudolf | Rt Heimdall das Wunderhorn | Seßhafter Ritter, Emilienstr. 15 |
| Draewing, Peter Paul | Rt Quast der Obotrite | Seßhafter Ritter, Erzschlaraffe |
Rudolf Bley — Graf Steno — war 1923 der Jüngste der Liste, zweiunddreißig Jahre alt. Er hat das Reych überlebt: 1973 brachte er das Banner nach West-Berlin, und erst mit seinem Ahallaritt 1985 erlosch die Ysenaha.
Wahrscheinlich, aber nicht gesichert, gehört ein sechster dazu: 1923 steht „Freyer, Johannes, Reichsbankinspektor, 36“, 1937 „Rt Jaga das Sonntagsgaudi, Freyer Hans, Reichsbankrat“. Hans ist die Kurzform von Johannes, und der Beruf passt — als Beleg reicht das nicht.
Ein Name der Liste von 1923 fehlt 1937 auffällig: Hermann Nebe, damals der Zweitgenannte. Was aus ihm wurde, steht auf einer eigenen Seite.
Beleg: Chronik des erloschenen Reyches Ysenaha (243), Bildfassung S. 14, mit dem Faksimile der Verlautbarung vom 12. Windmond 1923; wortgleich in Der Schlaraffia Zeyttungen Nr. 551. Die Zuordnung der fünf Namen zu ihren späteren Ritternamen folgt dem Abgleich beider Stammrollen. Alle Genannten sind verstorben.